Der Schotter für Tesla kommt per Schiene

Die Baustelle des US-Konzerns Tesla in Grünheide wird umweltfreundlich mit der Bahn beliefert, denn das Areal hat eine gute Anbindung an den Güterverkehr. Der US-Autobauer hat darüber hinaus erklärt, in seiner Brandenburger Fabrik – anders als an den übrigen Gigafactory-Standorten – auch den Schienengüterverkehr nutzen zu wollen. Grünheide ist damit der einzige der vier Tesla-Produktionsstandorte, der auch mit Zügen beliefert werden kann. Zwei der Fabriken befinden sich in den USA, die dritte in China.

Der Gleisanschluss zum Güterverkehrszentrum Freienbrink führt am Rande über das Werksgelände. Das Gleis zweigt von der Hauptstrecke Berlin-Erkner-Fürstenwalde-Frankfurt (Oder) ab. Es gehört nicht der Deutschen Bahn, sondern einem privaten Unternehmen, der Deutschen Regionaleisenbahn GmbH. Nach deren Angaben ist das Gleis drei Kilometer lang, es gibt mehrere Aufstellgleise für lange Züge. Dies ist schon etwas Besonderes in Brandenburg, da in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die meisten Anschlussgleise als unrentabel gekappt wurden. Allerdings ist auch das Gleis nach Freienbrink zuletzt nicht mehr genutzt worden. Die Firmen, die sich auf dem Areal angesiedelt haben, werden mit Lastwagen beliefert.

Nach Angaben der Brandenburger Landesregierung gibt es auf der Hauptstrecke Berlin-Frankfurt-Warschau noch freie Kapazitäten für zusätzliche Züge. Wie genau Tesla den Gütertransport abwickeln wolle, stehe noch nicht fest. Geplant ist auch eine temporäre zusätzliche Anschlussstelle an die Autobahn A10 als Werkszufahrt. Diese soll durch Tesla finanziert werden.

2020-09-27T09:00:46+00:00September 27th, 2020|LogRealCompetence – Ausgabe 21|