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Antwerpen und Mainz: Partner der Wertschöpfungskette

24.000 Quadratmeter Hallenfläche, eine zentrale Lage in Europa und trimodaler Zugang: Das sind die Parameter einer neuen Gewerbe- und Logistikimmobilie, die derzeit im Mainzer Industriegebiet  entsteht. Künftig kann der Standort, der über einen eigenen Hafen mit Containerterminal sowie eine Hafenbahn verfügt, als Hinterland-Hub für Güterströme über den belgischen Hafen Antwerpen dienen.

Für Unternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz und Rheinhessen ist Antwerpen der geographisch nächstgelegene maritime Hub für Im- und Exporte. Über das Autobahnnetz, Binnenwasserstraßen und Bahnlinien ist Europas zweitgrößter Seehafen trimodal an die Region angebunden. Dies gewährleistet einen problemlosen Gütertransport aus und in alle bedeutenden europäischen Märkte sowie zu über 1.300 Häfen weltweit. So nehmen auch Güterströme zwischen Antwerpen und dem europäischen Hinterland oftmals den Weg über Terminals in Rheinhessen und Rheinland-Pfalz.

„Antwerpen bietet Unternehmen dabei eine Kombination von Warenumschlag, Industrie- und Logistikdienstleistungen. Dazu gehört die kontinuierliche Implementierung digitaler Innovationen innerhalb der Hafengemeinschaft ebenso wie die Entwicklung handelsrelevanter Produkte wie einer neuen Zollplattform für E-Commerce-Verkehre mit dem belgischen Zoll und anderen Partnern oder die Suche nach zukunftsweisenden Lösungen, um Herausforderungen wie dem bevorstehenden Brexit zu begegnen. Dies macht uns zu einem der zuverlässigsten und wirtschaftlichsten Supply-Chain-Partner für die Rheinregion“, sagt Elmar Ockenfels, Deutschland-Repräsentant des Hafens Antwerpen.

Mainz ist einer der bedeutenden Wirtschaftsstandorte des Rhein-Main-Gebiets. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung weist die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz als prosperierendes Wirtschaftszentrum aus. Ein entscheidender Faktor für die Beliebtheit bei Investoren und Unternehmen ist die Lage. Mainz befindet sich im Herzen Europas und ist optimal angebunden.

Der neue trimodale Logistikstandort in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz wird von Four Parx entwickelt und vorangetrieben. Die Anbindung an die bedeutendsten Wasserstraßen Europas – an einem Kreuzungspunkt von Main, Rhein und Donau über den Main-Donau-Kanal – sowie an das deutsche Schienennetz ermöglichen regelmäßige Schiffs- und Bahnverbindungen zwischen den Westhäfen und dem Hinterland und trägt damit dem Bedarf an ökologischen Transportalternativen und kombinierten Verkehren Rechnung. Der Standort kann dabei als Drehkreuz für die Beschaffung und Distribution genutzt werden. Auch der Frankfurter Flughafen ist nur 25 Kilometer entfernt und ein umfangreiches Autobahnnetz verbindet den Wirtschaftsstandort Mainz mit Deutschland und Europa. Der Mainzer Containerhafen gehört zu den modernsten Binnenhäfen Europas und zählt mit einer jährlichen Umschlagsleistung von über einer Million Tonnen zu den umsatzstärksten Rheinhäfen im gesamten Bundesgebiet.

Die Rhein-Main-Region ist seit jeher eine wichtige Drehscheibe für Europas zweitgrößten Seehafen. Über den Rhein ist Antwerpen direkt mit den dortigen Inland-Terminals verbunden, darunter Mainz und Germersheim. Von dort aus werden Waren in der gesamten Region verteilt. Umgekehrt können hier auch Ladungsströme für den Export konsolidiert werden. Insbesondere dort, wo sich tägliche Direktverkehre nicht rechnen, können über solche Hubs Waren in kürzeren Frequenzen aus den unterschiedlichsten Regionen europaweit gebündelt und per Shuttle nach Antwerpen weiterverteilt werden. Dieses Angebot ist auch für mittelständische Unternehmen attraktiv, die zumeist nicht ganze Container, sondern sogenannte Teilladungen (LCL, Less than Container Load) versenden.

2018 konnte Antwerpen einen Umschlag von rund 235 Mio. Tonnen und 11 Mio. TEU verzeichnen.

Auf Straße und Schiene können alle Transportgüter sicher und umweltverträglich transportiert werden. Der Schelde-Rhein-Kanal, der Albert-Kanal und der Seekanal zwischen Brüssel und der Schelde bieten schnelle Verbindungen zwischen dem Antwerpener Hafen und dem europäischen Binnenwasserstraßennetz. Regelmäßige Linienverkehre verbinden Antwerpen mit den Binnenhäfen am Rhein, darunter auch das Container-Terminal Frankenbach bei Mainz. Auf der Schiene bestehen Richtung Rheinland-Pfalz Linienverbindungen mit Terminals in Mainz, Germersheim und Ludwigshafen sowie Koblenz oder Andernach. Und der Hafen Antwerpen arbeitet gemeinsam mit Binnenhäfen, Terminalbetreibern und Logistikunternehmen kontinuierlich an der Weiterentwicklung und dem Ausbau nachhaltiger Transportlösungen auf Schiene und Wasserstraße. Ein Binnenschiff benötigt etwa anderthalb bis drei Tage für die Strecke, ein Zug erreicht sein Ziel in rund zehn Stunden.

Elmar Ockenfels: „Der Hafen Antwerpen und die Inland-Terminals entlang der Rheinschiene sind aufeinander angewiesen. Wir brauchen leistungsstarke multimodale Logistik-Hubs im Hinterland und die Terminals und Unternehmen wiederum einen starken Seehafen-Partner.“ Um wachsende Güterströme bewältigen zu können, lege Antwerpen besonderes Augenmerk auf die Zuverlässigkeit intermodaler Transporte  und sorge dafür, dass sowohl Bahn als auch Binnenschiff funktionieren. Vor diesem Hintergrund investiert der Hafen Antwerpen kontinuierlich in eine leistungsfähige und ausreichend dimensionierte Hafeninfrastruktur, um Engpässe zu vermeiden, für zusätzliche Fracht gerüstet zu sein und den immer neuen Herausforderungen des Marktes zu entsprechen.

Manuela Matz, Wirtschaftsdezernentin der Landeshauptstadt Mainz, bestätigt: „Der Standort Mainz am Rhein mit seiner optimalen Anbindung an Antwerpen ist ein idealer Ausgangspunkt für alle Unternehmen der Region, die in ihren Beschaffungs- und Distributionsketten auf den Hafenverkehr setzen.“

2019-10-13T17:19:49+00:00Oktober 13th, 2019|LogRealCompetence – Ausgabe 14|