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WISAG Facility Service solide gewachsen

Die WISAG Facility Service Holding GmbH ist im Geschäftsjahr 2018 erneut solide gewachsen. Der Umsatz stieg um rund 5,3 Prozent auf 1,124 Milliarden Euro an. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der Immobilienspezialist rund 32.500 Mitarbeiter, knapp 400 mehr als im Vorjahreszeitraum. Ralf Hempel (Foto), Vorsitzender der Geschäftsführung, stellte die Geschäftsentwicklung im Juni 2019 vor. Dabei sprach er auch über die drei wesentlichen strategischen Zukunftsthemen Arbeitsmarktentwicklung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Die WISAG Facility Service hat im Geschäftsjahr 2018 ihre nachhaltig erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt. Der Immobilienspezialist ist vor allem organisch gewachsen und steigerte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent. Die einzelnen Dienstleistungssparten entwickelten sich dabei unterschiedlich: Facility Management plus 2,7 Prozent, Gebäudetechnik plus 5,5 Prozent, Gebäudereinigung plus 7,7 Prozent, Sicherheit & Service plus 2,7 Prozent, Garten- & Landschaftspflege plus 16,9 Prozent. Einzig das Catering weist mit minus 2,7 Prozent einen leichten Umsatzrückgang aus. Zwar entwickelte sich auch diese Sparte grundsätzlich positiv, doch die Schließung von Flüchtlingseinrichtungen, in denen die WISAG für das Catering verantwortlich war, wirkte sich auf den Gesamtumsatz aus.

„Wir sind erneut solide gewachsen und mit der Entwicklung sehr zufrieden“, sagte Ralf Hempel, Vorsitzender der Geschäftsführung der WISAG Facility Service Holding GmbH. Positiv stimme ihn auch der spürbare Trend, dass Kunden wieder größeren Wert auf eine längerfristige Zusammenarbeit legen. „Zuverlässigkeit, fachliches Know-how und Qualität erfahren zunehmend mehr Wertschätzung. Wir beobachten immer häufiger, dass Auftragsvergaben nicht mehr von der Preisfrage dominiert werden.“ Hier könne die WISAG als Familienunternehmen vor allem mit ihrer stabilen Eigentümerstruktur, ihrem Qualitätsanspruch und ihrer hohen Eigenleistungsquote bei Kunden punkten.

Ralf Hempel führt das veränderte Bewusstsein der Kunden vor allem auf den steigenden Arbeitskräftemangel zurück. „Im Wettbewerb um die immer knappere Zahl von Arbeitskräften wird ein attraktiver Arbeitsplatz mit Wohlfühlcharakter stetig relevanter. Mit unseren Dienstleistungen und Services rund um die Immobilie tragen wir entscheidend dazu bei, dass unsere Kunden Arbeitsplätze mit einem höheren ‚Feel-good-Faktor‘ anbieten können.“

Die WISAG selbst begegnet der Arbeitsmarktentwicklung mit einem Paket individueller Maßnahmen. Mit dem erfolgreichen Start des Teams WISAG Job & Karriere hat der Facility-Service-Spezialist 2018 damit begonnen, sein Recruiting neu aufzustellen. Anzeigen-, Kandidaten- und Partnermanagement werden in den Regionen zentral gebündelt, die einzelnen Gesellschaften und Niederlassungen in der Region entlastet. Unter dem Motto „Dabei sein, wenn Großes bewegt wird“ ging außerdem eine neue Arbeitgeberkampagne an den Start. Die Erweiterung des Aus- und Weiterbildungsangebots für Mitarbeiter, die auch 2018 konsequent fortgeführt wurde, sieht Ralf Hempel als dauerhaftes Engagement.

Zu den Top-Themen auf der Agenda der WISAG Facility Service gehört auch die Digitalisierung. Hier hat das Unternehmen seine Aktivitäten 2018 intensiviert und erweitert. „Die technologischen Möglichkeiten sind vielfältig, die Erwartungen hoch. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nur ansatzweise einschätzbar, welcher Umfang an Digitalisierung für eine zukunftssichere Entwicklung sinnvoll ist und worin der faktische Mehrwert für den einzelnen Dienstleister und vor allem für seine Kunden besteht“, gibt Ralf Hempel zu bedenken. Eines steht für ihn jedoch fest: „Erfolgreich werden diejenigen sein, die Mut zur Veränderung haben.“

Ralf Hempel verbindet mit dem digitalen Wandel deutlich mehr Chancen als Risiken. An vielen Stellen ergeben sich aus seiner Sicht Möglichkeiten, bestehende Produktwelten zu ergänzen, weiterzuentwickeln und Kundenbeziehungen zu vertiefen. Technologische Effizienz könne durch ein ausbalanciertes Zusammenspiel von Mensch und Technik zudem helfen, personelle Engpässe teilweise aufzufangen. „Es werden neue Berufsbilder entstehen, die die WISAG als Arbeitgeber attraktiver machen. Nicht zuletzt fördern digitale Technologien auch einen effizienten und effektiven Einsatz von Ressourcen und dienen damit dem Umweltschutz“, so Ralf Hempel.

Die Geschwindigkeit, mit der sich Technologien und Produktlebenszyklen entwickeln, verlangt nach Ansicht von Ralf Hempel allerdings andere Strukturen und Kompetenzen, neue Denkweisen, mehr Flexibilität und eine konstruktive Fehlerkultur. „Für ein Start-up auf der grünen Wiese mag dies ein Leichtes sein. Für ein seit Jahrzehnten gewachsenes Unternehmen wie die WISAG mit ihren vielen Standorten in ganz Deutschland stellt das einen umfassenden Change-Prozess dar.“

Seit 2018 baut die WISAG Facility Service daher ein Team für „Digitale Transformation & Innovation“ auf. In dem Bewusstsein, dass der komplexe digitale Wandel nur gemeinsam mit Partnern funktioniert, vernetzt sich das Unternehmen mit Kunden, Lieferanten, Technologieunternehmen, Start-ups und Bildungseinrichtungen und entwickelt so sukzessive ein digitales Ökosystem.

Die eigene Belegschaft spielt dabei eine zentrale Rolle. „Nur wenn unsere Mitarbeiter eingebunden und in der Lage sind, Entwicklungen nachzuvollziehen, können sie sich damit identifizieren und den Wandel mitgestalten“, sagt Ralf Hempel. Essenziell für Akzeptanz und Erfolg ist dabei die Kommunikation. Aus diesem Grund hat der Immobilienspezialist 2018 eine Mitarbeiter-App gestartet. „Rund 80 Prozent unserer mehr als 32.000 Mitarbeiter sind nicht an unser Firmennetzwerk angeschlossen und damit weder per E-Mail noch Intranet erreichbar“, erläutert Ralf Hempel. „Mit unserer App steht nun erstmals ein digitaler Kanal zur Verfügung, über den wir alle unsere Mitarbeiter ins Geschehen einbeziehen können.“

Trotz der unzähligen Möglichkeiten und Innovationen mit digitalen Technologien, betrachtet Ralf Hempel sie klar als Mittel zum Zweck: „Die Digitalisierung geschieht nicht um ihrer selbst willen, sie ist auch kein Selbstläufer.“ Am Ende gehe es immer um den Menschen, um seine Bedürfnisse und seine Fähigkeiten. Und um die kritischen Fragen: Was generiert Mehrwert? Was erschließt neue Qualität? Ralf Hempel: „Die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Services muss sich eindeutig und nachvollziehbar an dem orientieren, was Kunden und Mitarbeiter brauchen und was einen wirklichen Zusatznutzen für sie bringt. Digitalisierung ist vor allem eines: das, was wir daraus machen.“

2019-07-03T13:34:40+00:00Juli 3rd, 2019|Allgemein, LogRealCompetence – Ausgabe 11|